Cherubim 

 

Ich will kein Bild von ihm. 

Was soll mir hingeschmierter Plunder. 

Ein  wesenloser Cherubim

war uns geschenkt als Wunder. 

 

Ein Traum, so fremd und so vertraut. 

Herabgeweht aus fernen Räumen. 

So haben wir ihn kurz geschaut. 

Verzaubert lauschten wir, als ob wir träumen. 

 

Kometengleich hat er sich selbst verzehrt 

im Glück, im Leid, in Schmerzen. 

Er hat sich um die Nachwelt nicht geschert. 

Und doch bleibt er in unseren Herzen.

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